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Welches Rad ist für Trekking - Touren oder längere Reisen geeignet?

Die Frage aller Fragen ist nicht immer leicht zu beantworten, da es zu viele Meinungen gibt und ebenso viele Bücher und Abhandlungen darüber existieren. Auch die Anforderungen des einzelnen Radfahrers sind sehr individuell. In diesem Kapitel sollen derweil nur einige Aspekte zur Ausstattung oder Ausrüstung angesprochen werden.

Zunächst muss ein solches Vehikel den Anforderungen der StVO genügen. In Punkto Sicherheit heißt das erst einmal, Reflektoren und Lichtanlage müssen vorhanden sein und auch funktionieren. Und was ist wichtiger, als die eigene Sicherheit. Nicht nur sehen, sondern gesehen werden, ist oft entscheidend. Und damit man in der Dämmerung oder später am Abend nicht plötzlich von der Bildfläche verschwindet, ist für die Stromversorgung unbedingt ein Nabendynamo zu empfehlen. In Kombination mit moderner LED Technik für den Scheinwerfer und das Rücklicht sowie einem Standlicht ist man bei Dunkelheit auf der sicheren Seite. Wer über keine Stromerzeugung dieser Art verfügt und auch keine Umrüstung wünscht, kann auch auf batteriebetriebene Systeme zurückgreifen, um ein entsprechendes Standlicht zu erhalten. In jedem Fall ist der  § 67 der StVO zu beachten (ob sinnvoll oder nicht).

Für eine lange Freude am Radfahren ist die richtige Rahmengröße nicht zu unterschätzen. Unabhängig vom Material (Alu oder Stahl) sollte auf namhafte Hersteller geachtet werden, schließlich ist der Rahmen starken Belastungen ausgesetzt. Zum Fahrkomfort tragen auch Zollgröße der Räder, Art des Sattels und der Federung bei. Zur Rahmengröße eine generell gültige Aussage zu treffen, ist eigentlich nicht möglich. Die verschiedenen Kategorien der Fahrradtypen erfordern auch verschiedene Rahmengrößen. Ermitteln Sie zunächst Ihre korrekte Schritthöhe und addieren 1,5cm zum Ergebnis, erhalten Sie das Maß für deutsche Rennräder. Für das Reise- oder Trekkingrad ziehen Sie wieder 2 cm ab (höhere Tretlager). Mit dieser Methode liegt man so ziemlich richtige. Aber individuelle Menschen benötigen individuelle Lösungen und verstehen Sie alle Angaben in Tabellen als Richtwerte. Letztendlich muss man es z.B. auf einer Testfahrt ausprobieren.

Hier können Sie Ihre Rahmenhöhe berechnen.

Ein weiteres Element zum Thema Komfort ist der Sattel. Auf diesem sitzt man, gerade bei längeren Touren, eben länger. Wer hier am falschen Ende spart, verzichtet eventuell auf ein schmerzfreies Fahren. Wechseln Sie nie den Sattel kurz vor einer Tour. Sattelstützen mit einer Federung sind für „sensible“ Radfahrer sinnvoll, aber bitte keine Kombinationen aus Sattel mit Stahlfederung, gefederter Sattelstütze und das Rad selbst auch noch voll gefedert. Ihre Tretenergie wird nicht 100%ig auf die Strecke gebracht und „wippende“ Radfahrer kommen oft sehr schwer voran. Ein Gel-Sattel ist in seiner Wirkung für viele Radfahrer eine Alternative. Ideal ist das Vermessen der Sitzknochen, denn anhand dieser Daten kann der Händler den richtigen Sattel empfehlen.

Wer oft längere Touren fährt oder als Rennradfahrer seine Trainingseinheiten plant, möchte irgendwann genauere Daten über Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecken, Dauer der Tour und andere Informationen erhalten. Ein entsprechender Fahrrad Computer bietet viele Möglichkeiten und die meisten wollen bald nicht mehr auf dieses technische Gerät verzichten.

 

Fotos von links nach rechts:

© Dietmar Meinert / pixelio
© Dieter Stehle / pixelio

 


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